Roms Umgebung hat eine Vielzahl herrlicher Parks und Gärten zu bieten! Spazieren Sie mit uns in der Villa des Kaisers Hadrian am Abhang der Tiburtiner Berge, in den schattenreichen Gärten der eindrucksvollen Kardinalsvillen in Tivoli und Bagnaia oder entlang der herrlichen Villen um Frascati oder lassen Sie sich von den Monstern in Bomarzo überraschen…
Ein Ausflug nach Tivoli ist in doppelter Hinsicht lohnenswert: zum einen wegen der eindrucksvollen Ruinen der Villa des Kaisers Hadrian, zum anderen wegen der wunderschönen Villa d’Este, die im 16. Jahrhundert für Ippolito d’Este von dem Architekten Pirro Ligorio als Sommerresidenz errichtet wurde. Berühmt ist die Villa vor allem für ihren bezaubernden Garten, der mit seinen zahlreichen Brunnen, Grotten und allegorische Figuren noch heute zum Lustwandeln einlädt. In den weiträumigen Sälen im Inneren der Villa können wir zahlreiche Fresken, darunter unter anderem von den Brüdern Zuccari, bewundern. Die Villa Adriana ist seit 1999 als Weltkulturerbe bei der UNESCO eingetragen und gehört mit zu den sehenswertesten Denkmälern des Latium. Auf ca. 40 Hektar ließ sich Kaiser Hadrian am Fuße der Tiburtiner Berge zwischen 118 und 134 n.Chr. diese aufwendige Villenanlage errichten. Heute noch erstaunt uns der geniale Entwurf dieser Villa, die in ihren Ausmaßen mit einer Stadt zu vergleichen war und die dementsprechend über eine fortgeschrittene Infrastruktur verfügte. Für den Kaiser sollte die Villa dennoch als Ort der Zurückgezogenheit dienen: seine privaten Wohnräume waren deshalb weit entfernt von den wirtschaftlichen Gebäuden. Noch heute begleitet uns während unseres Spaziergangs entlang der Ruinen der romantische Geist des kunstliebenden Kaisers, dessen Hauptanliegen es war, in seiner Villa einige Bauwerke, die er während seiner vielen Reisen besichtigt hatte, darunter jene seines geliebten Griechenlands, zu rekonstruieren.
Bagnaia ist ein bezaubernder Ort am Abhang der Ciminer Berge, der bereits im 15. Jahrhundert zum bevorzugten Sommersitz von Bischöfen und Kardinälen gewählt wurde. Zu den schönsten Beispielen gehört heute noch die Villa Lante, die von dem Kardinal Gianfrancesco Gambara (1568-78) begonnen, und von dem Kardinal Montalto zwischen 1590 und 1612 fertig gestellt wurde. Die beiden von den Kardinälen errichteten Villengebäude zeigen uns interessante Malereien manieristischer Künstler, darunter von Antonio Tempesta, Raffaellino da Reggio, Agostino Tassi und dem Cavalier d’Arpino. Von besonderem Interesse ist aber auch der Garten der Villa mit seinen schönen Brunnen und kuriosen Wasserspielen. In der Nähe von Bagnaia liegt der originelle Park der Monster, der zwischen 1552 und 1580 im Auftrag von dem Literaten Vicino Orsini entstanden ist. Kuriose Statuen und Architekturen begegnen und überraschen den Besucher auf seinem Spaziergang durch den Park: kämpfende Elefanten und Drachen, eine gigantische Vase, ein schiefes Haus, Schlangen, Bären, Delphine und Masken mit weit aufgerissenen Mündern fügen sich in harmonischer Weise in die schöne Parkanlage ein und machen den Besuch nicht nur für Kinder interessant!
Der kleine Ort Caprarola verdankt seine Berühmtheit heute in erster Linie dem Palazzo Farnese, dessen monumentale Baustruktur die umliegende Landschaft dominiert. Der Bau des Palastes wurde im Jahr 1530 im Auftrag des Kardinals Alessandro Farnese von Antonio da Sangallo begonnen. Nach der Ernennung Alessandro Farneses zum Papst Paul III. im Jahr 1534 wurden die Arbeiten unter seinem Neffen Alessandro weitergeführt, der nach dem Tod da Sangallos (1546) Vignola zum Architekten berief. Im Inneren treffen wir auf eines der bedeutendsten Zeugnisse der italienischen Freskomalerei des späten 16. Jahrhunderts, darunter Werke von Federico und Taddeo Zuccari, Antonio Tempesta, Raffaellino da Reggio, etc. Die wunderschönen Gärten, die von Jacopo del Duca und Girolamo Rainaldi konzipiert wurden, beeindrucken nicht nur allein wegen ihrer genialen Anlage, sondern auch wegen der vielen wunderschönen Brunnen, Statuen, Nischen und Loggien.