Mönche, die Geschichte geschrieben haben, imposante Klosteranlagen in wilder, abgeschiedener Natur und selbst gemachte Liköre der Benediktinermönche: das und vieles mehr entdecken Sie auf unseren Touren, die Sie zu den interessantesten Klöstern und Abteikirchen des Latium führen.
Der Name Subiaco leitet sich vom lateinischen Wort „Sublaqueum“ ab, ein Begriff, der in der Antike die hier errichtete Villa des Kaisers Nero bezeichnete. Subiaco ist heute in erster Linie Ausflugsziel zahlreicher Pilger, die sich hier auf den Spuren des Heiligen Benedikt, Gründer des Benediktinerodens, bewegen: am Ende des 5. Jahrhunderts zog sich der Heilige hier in eine Grotte zurück, heute bekannt als Sacro Speco, in der er die nächsten drei Jahre als Eremit lebte und wo er die wichtigsten Regeln des Benediktinerordnes verfasste. Über dieser Grotte, die noch heute zu besichtigen ist, wurde im 11. Jahrhundert das Monastero S. Benedetto errichtet, in dessen beiden Kapellen wir auf eines der schönsten Beispiele der italienischen Wandmalerei des Spätmittelalters stoßen. Einzigartig ist aber auch die Lage der Klosteranlage, die sich mitten in einer steil aufragenden Felswand über dem dicht bewaldeten Tal des Anieneflusses erhebt. Gleich in der Nähe des Monastero S. Benedetto befindet sich das Monastero di S. Scolastica, die einzige noch erhaltene Klosteranlage, die der Heiligen Benedikt auf diesem Gebiet gegründet hatte. Die Gebäude des Klosters erstrecken sich entlang drei wunderschöner Kreuzgänge aus verschiedenen Epochen. Von besonderem Interesse ist auch die Bibliothek, in der die deutschen Kleriker Johann Gutenberg, C. Sweynheym und A. Pannartz die erste italienische Buchdruckerei gegründet hatten. Souvenirs ganz besonderer Art bieten die Benediktinermönche in ihrem kleinen Verkaufsladen, wo wir selbst gemachte Liköre und verschiedene Teesorten, Cremes und Seifen, die der Tradition zufolge auf natürlicher Basis hergestellt sind, erwerben können.
Die Bedeutung der Abteikirchen von Fossanova und von Casamari liegt darin begründet, dass sie die frühesten Zisterzienserkirchen in Italien sind. Um 1100 formierte sich der Zisterzienserorden als Protestbewegung gegen die in Prunk und Pracht lebenden Benediktinermönche. Es entstand ein neues Mönchtum, das sich auf Armut, Einfachheit und eine tiefe, nach innen gewandte Religiosität berief und die Kultur des Hochmittelalters entscheidend prägte. Gold, Silber, bunte Glasfenster und prächtige Wandmalereien wurden aus dem Kirchenraum verbannt, die Schönheit des Einfachen propagiert. Die Kirche sowie die Räumlichkeiten der beiden Klosteranlagen, die jeweils um einen wunderschönen Kreuzgang angelegt sind, liefern einen suggestiven Eindruck des zurück gezogenen Lebens der Zisterziensermönche und bieten somit ein ideales Ausflugsziel für diejenigen, die die Ruhe lieben.