Raffael und die Renaissance in Rom (Tour 2)

Raffael war der einflussreichste Maler des 16. Jahrhunderts in Rom. Mit seinem Erscheinen in der Stadt im Jahr 1508 setzte der Künstler eine entscheidende Wende für die römische Malerei, die noch lange nach seinem frühen Tod im Jahr 1520 unter seinem Einfluss stand. Neben seinen Arbeiten in den päpstlichen Privaträumen im Vatikan stellen seine Fresken in der idyllisch gelegenen Villa Farnesina am Tiberufer seine bedeutendsten Arbeiten in Rom dar. Im Auftrag des reichen Bankkaufmanns Agostino Chigi verwirklichte der Künstler hier den wunderschönen Zyklus von Amor und Psyche und das Wandbild der Galatea. Von großem Interesse sind im Inneren aber auch die Fresken von Sebastiano del Piombo, Sodoma und Baldassare Peruzzi, der gleichzeitig auch der Architekt der Villa war. Auf der gegenüberliegenden Tiberseite verläuft die unter Papst Julius II. zu Beginn des 16. Jahrhunderts angelegte Via Giulia. Ihre imposanten Renaissancepaläste sowie ihre ruhige Lage machen diese Straße zu einem der schönsten Orte der Stadt. Wie Raffael war auch Bramante an den anfänglichen Plänen von Neu-St. Peter beteiligt, ein Projekt, das ebenfalls zur Zeit des kunstfördernden Papstes Julius II. begonnen wurde. Der Name des lombardischen Architekten ist in Rom aber in erster Linie mit dem so genannten „Tempietto“ verbunden, einem Meisterwerk der italienischen Renaissancearchitektur, der an dem Ort errichtet wurde, an dem angeblich der Apostel Peter gekreuzigt worden sei. An sein Martyrium erinnert auch die angrenzende Kirche, in der wir weitere bedeutende Renaissancekünstler antreffen, darunter Daniele da Volterra, Sebastiano del Piombo und den Künstlerbiographen Giorgio Vasari. Von dort sind es nur noch ein paar Schritte weiter bergauf, bis zur „Spitze“ des Gianicolos, von dem Sie ein herrliches Panorama auf die Stadt genießen können.

Rezensionen

Wird empfohlen von: