Sehenswürdigkeiten in Rom Covid 19: Tipps für Touren abseits des Trubels

Sehenswürdigkeiten in Rom:
Rundgänge abseits des Trubels:
Der Trapejische Felsen, der Kapitolsplatz und S. Maria in Aracoeli

In der Zeit des Covid 19 möchte man sich bei einem Rombesuch sicherlich nicht mit vielen anderen Menschen zusammen an einem Ort befinden. Wir empfehlen Ihnen daher sehr, auf die Innenbesichtigung der bekannten Sehenswürdigkeiten in Rom zu verzichte und  einen Open Air- Rundgang entlang der weniger besuchten Plätze und Monumente zu unternehmen, die ebenso reich an Geschichte sind wie die bekannten Hotspots.
Genau das ist es, was eine Romreise zum Höhepunkt bringt: vom Kolosseum kann jeder erzählen, aber wer kennt schon die Geschichte der Kapitolinischen Museen und der Basilica S. Maria in Aracoeli? Wir geben Ihnen in diesem Blog einen kurzen Eindruck dieser besonderen Sehenswürdigkeiten in Rom und wenn Sie Lust haben, lassen Sie sich während einer privaten Führung von uns begleiten.

Der Trapejische Felsen ist noch heute sehr gut sichtbar am südlichen Abhang des Kapitolhügels. Der Kapitol gehört zu den 7 historischen Hügeln der Stadt, auf dem sich in der Antike der Jupitertempel befand, der über die Via Sacra mit dem Forum Romanum verbunden war. Hier endeten die grossen Triumphzöge der römischen Kaiser, hier fand das sakrale Leben der Stadt statt.

Vor der Errichtung des Jupitertempels hiess der Hügel noch mons tarpeius. Dieser Name sei nach Titus Livius auf die Vestalin Trapejia zurück zu führen, die, nachdem sie die Römer verraten hatte, hier zu Tode verurteilt wurde. Bis zu Kaiser Claudius Zeiten fand auf dem Trapejischen Felsen der sogenannte Felsensturz statt. Verräter und andere Todesverurteilte wurden hier bis zu diesem Zeitpunkt brutal vom Felsen gestossen.

Wenn man heute vom Tiber entlang des Felsens in Richtung Kapitol läuft ist diese grausame Geschichte längst vergessen. Vielmehr wird man von der Faszination des Ausblickes in den Bann gezogen, der sich einem nach wenigen Metern eröffnet: das Forum Romanum liegt uns zu Füssen: wir sehen den Verlauf der Via Sacra, der sich poetisch entlang des Saturntempels durch den Triumphbogen des Septimus Severus bis hin zum Titusbogen erstreckt. Von hier oben überblickt man fast alle Sehenswürdigkeiten des antiken Zentrums Roms, denn wenn man noch weiter in die Ferne schaut, erkennt man auch das Kolosseum und den Palatinhügel. Ein Ausblickspunkt, von dem man so schnell nicht wieder weg möchte!

Nachdem man sich einen Moment lang in die Zeit vor unserer Zeit zurück versetzt hat, geht der Weg weiter auf den Kapitolsplatz. Hier erinnern nur noch die antiken Statuen an den Glanz der Antike, denn dass, was wir heute sehen, geht auf die Neugestaltung des Platzes durch Michelangelo im 16. Jahrhundert zurück. In der Mitte des Platzes erhebt sich die Reiterstatue des Kaisers Marc Aurels, die so plastisch gestaltet ist, dass sie einem das Gefühlt vermittelt, als wollte sie uns selbst von ihrer interessanten Geschichte erzählen (oder besser gesagt vom Original, das sich im Inneren der Kapitolinischen Museen befindet). Neben dem Original kann man im Inneren der Museen viele weitere bedeutende antike Statuen bewundern, wie zum Beispiel die Kapitolinische Wölfin, den Brutus oder die Reste der 18 Meter hohen Statue Kaiser Konstantins.

Die Kapitolinischen Museen wurden als erste öffentliche Museen der Welt im Jahr 1734 zugänglich gemacht. Zur Finanzierung der Museen und weiterer Monumente in Rom hatte Papst Clemens XII. um diese Zeit das Lottospiel in Rom neu aufleben lassen.

Etwas versteckt hinter dem Kapitolsplatz geht es über eine Treppe, die die Ruinen des Tempels der Juno Moneta (antike Münzprägestätte) flankieren, in die Kirche S. Maria in Aracoeli. Sofort beim Eintreten der Kirche wird man von einer besonderen Atmosphäre umfangen. Aufgrund ihrer dominierenden Lage auf dem antiken Arx Hügel wird der Innenraum der Kirche von einem besonderen Licht erhellt. Die Kristallleuchte an den Seiten des Mittelschiffs und die zauberhafte Innenausstattung der Kirche lassen das Kircheninnere wie einen Festsaal erscheinen. Darüber hinaus ist die Kirche reich an Geschichte: der Name Aracoeli leitet sich auf dem Lateinischen Ara coelium ab, was soviel bedeutet wie „Altar des Himmels“. An dieser Stelle soll nämlich schon Kaiser Augustus die Jungfrau Maria erschienen sein. Daran erinnert heute noch ein Marmoraltar im linken Querschiff. Gleich darüber befindet sich das Grabmal der Heiligen Helena, Mutter Kaiser Konstantins.

Ein paar Schritte hinter diesem Grab-Altar gelegen, befindet sich die Cappella del Bambino Gesu, in der sich das „römische Maskottchen für Kinder“ befindet. Man hinterlässt an der kleinen Jesusstatue Briefe, um für seinen eigenen oder andere Kinder zu beten.

Bei dem Rundgang durch die Kirche trifft man auf viele weitere Besonderheiten und Kunstschätze, so zum Beispiel auf die Statuen Papst Paul III. ( er führte die Gegenreformation ein und war der wichtigste Auftraggeber Michelangelos) und Papst Gregor XIII. (er führte den Gregorianischen Kalender ein). Die 1. Kapelle des rechten Seitenschiffs zeigt die zauberhaften Fresken, die der umbrische Künstler Pinturricchio hier im Auftrag der Familie Bufalini zwischen 1484 und 1486 gemalt hatte und die die wichtigstene Ereignisse aus dem Leben des Heiligen Bernhard von Siena darstellen.

Wie könnte dieser Rundgang schöner enden, als mit einem Ausblick auf die Stadt. Wenn wir die Kirche durch das Hauptportal verlassen, liegt uns Rom zu unseren Füssen.

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