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Schule und Spiele im Antiken Rom

Sind Sie auf der Suche nach einer besonderen Kinderführung in Rom, bei der sich Ihre Kinder gewiss nicht langweilen? Ab dem Jahr 2022 können Ihre Kinder bei der Führung durch das Forum Romaun interaktiv dabei sein, d.h. sie werden in eigener Person erfahren was die römischen Kinder vor 2000 Jahren in den Schulen und in ihrer Freizeit machten.
Für Wissbegierige gibt es hier schon einige Informationen im Voraus:

Wie sah das Schulsystem im antiken Rom aus?

In Rom gab es weder Schulhäuser noch Schulpflicht. Trotzdem erhielten viele Kinder, Mädchen und Jungen, eine Ausbildung. Wer es sich leisten konnte, ließ seine Kinder von einem Privatlehrer zu Hause unterrichten. Diejenigen, die nicht ganz so viel Geld hatten, schickten ihre Kinder zu einem Lehrer, der den Unterricht unter freiem Himmel auf einem Platz erteilte (wenn es regnete, zog man sich an einen geschützten Ort zurück). Die Grundschule besuchte man im Alter von 7-11 Jahren. Hier lernte man das Grundwissen in Lesen, Rechnen und Schreiben. In weiteren vier Jahren konnte man dann noch Literatur, Geschichte, Philosophie und Mythologie studieren. Abschließend lernte man dann in einer fortbildenden Schule als 15 jähriger für weitere 4 Jahre die Sprache des Redens: die Rhetorik.

Die Griechische Kultur spielte in der römischen Zeit eine große Rolle. Viele wuchsen sogar zweisprachig auf.

Die Kinder gingen jeden Tag zur Schule, auch am Wochenende. Der Unterricht begann sehr früh am Morgen und endete am Nachmittag.

Besuchten auch Mädchen die Schule?

In den reichen Familien erhielten auch die Mädchen eine gute Schulausbildung. Die öffentliche „Schule“ wurde von Mädchen höchstens in den Grundschuljahren besucht.


Wer waren die Lehrer?

Lehrer konnte jeder werden. Man musste dafür keine Prüfung ablegen. Vor allem die Lehrer der Grundschule genossen daher kein besonderes Ansehen und verdienten nur soviel Geld, dass sie sich damit notdürftig über Wasser halten konnten. Ein Lehrer bekam im Jahr lange nicht soviel Geld wie ein Rennfahrer im Circus Maximus in einer Stunde!

Was machten die Kinder nach der Schule?

Wenn die Schule am Nachmittag endete, gingen die Kinder entweder zum Schwimmen in die Thermen oder setzten sich noch zum Spielen zusammen. Vielleicht aber hatte man auch Glück und konnte zusammen mit seinen Eltern noch einen Besuch bei den Gladiatoren im Kolosseum machen!

Welche Spiele kannte man in der römischen Antike ?


Neben verschiedenem Spielzeug, wie zum Beispiel Puppen aus Holz oder Stoff, Murmeln und Holzwagen , liebten die römischen Kinder besonders Brettspiele. Viele von diesen waren Vorläufer für Spiele, die wir heute auch noch spielen, wie zum Beispiel Mühle oder Kniffel.

Als Spielsteine benutzte man Nüsse, Knochen aus Sprunggelenken (zum Besipiel von Schaf oder Ziege) auch Astragale genannt, Steine, Scherben und Tonmurmeln.
Hier zu einigen beliebten Spielen, von denen wir einige auch während unser Führung ausprobieren werden.

Das Deltaspiel bzw. „Himmel und Hölle“ (Hüpfspiel)

Bei diesem Spiel wurde auf den Fußboden ein Dreieck gezeichnet oder es wurde in den Sand geritzt. Auf eingetragenen Feldern wurden von unten nach oben die Zahlen von I bis X aufgetragen. Jeder erhielt fünf Nüsse, die er in die Zahlenfelder werfen musste. Die Zahlen wurden addiert und gewonnen hatte der mit der höchsten Punktzahl.

Astragale- Spiel bzw. Kniffel
Für dieses Spiel benutzte man kleine Tierknochen von Sprunggelenken, sogenannte Astragale.

Die vier Seiten der Astragale besaßen unterschiedlichen Wert. Man würfelte mit vieren und zählte den Wert zusammen. Zeigte ein Wurf alle vier höchsten Seiten, nannte man das „Venus“ und der Spieler gewann. Zeigten alle Würfel nur eine „1“ mit der einfachsten zu erwürfelnden Seite, hieß das „Canis“ (Hund) – dann hatte man automatisch verloren.

Mola rotunda bzw. Mühlespiel
das Spielbrett konnte ein Brett oder eine Marmorplatte sein, oder es wurde in einem extra dafür angefertigten Lederbeutel aufgezeichnet. Die Rundmühle zeichnete einen Kreis, in dessen Innerem vier Linien über einen Schnittpunkt miteinander verbunden waren.

Die ovidischen Stellen berichten daß, nachdem man drei Steine auf das Brett gelegt hat, man diese zu einer Reihe verbinden sollte, um das Spiel zu gewinnen.
Die Linien konnten aber auch in einem Rechteck angeordnet sein, wie man heute noch im Forum Romanum auf einer Stufe erkennen kann!

Nüsse, Knochen und Steinen wurden dann von den römischen Kindern für verschiedene Geschicklichkeitsspiele benutzt:

1) Bei dem Penthelitha Spiel wurde eine Nuss hochgeworfen und musste mit dem Handrücken wieder aufgefangen werden.
2) Pyramidenspiel: bei diesem Spiel wurden Pyramiden mit Nüssen gebaut. Nun musste man abwechselnd versuchen, mit einer weiteren Nuss die Pyramide zum Einsturz zu bringen.

3) Über ein schräg angelegtes Brett wurde eine Nuss herunter gerollt. Mit einer weiteren Nuss musste man nun versuchen, die erste zu berühren. Diese Spielvariante kennen Kinder heute unter dem Namen „Curli Kuller“.

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