Die Via Appia Antica

Die Anfänge der Via Appia Antica

Die Appia Antica zählte zur Zeit der römischen Kaiser als schönste Strasse des antiken Weltreichs. Aus diesem Grund nannte man sie auch “regina viarium” (Die Königin der Strassen). Der Name der Strasse ist nach dem Konsuln Appius Claudius benannt, nach dessen Idee im Jahr 312 v. Chr. mit dem Bau einer neuen Militärstrasse Richtung Formia- Capua begonnen wurde. Im Laufe der Kaiserzeit verlängerte man die Via Appia als Handelstrasse, bis sie Mitte des 3. Jhd. bis nach Brindisi führte. Die Gesamtstrecke betraf seitdem 540 km und man konnte von Rom nach Brindisi in 2 Wochen gelangen.

Die Via Appia Antica und das Christentum

Seit dem Ende des 2. Jhd.n.Chr. wurden die Christen in unteririschen Friedhöfen ausserhalb der Stadtmauer bestattet. Die Beisetzung in diesen anfangs bezeichneten “cryptae” nahm zu, als Kaiser Valerian mit einem Edikt aus dem Jahr 257 die oberiridischen Friedhöfe verbat. Der Begriff Katakombe fand erst im 9. Jhd Verbreitung und leitet sich aus den Worten “ad catacumbas” (bei den Höhlungen) ab. Dies erinnert daran, dass bereits in der spätantiken Zeit die Pozzulanhöhlungen auf der Via Appia Antica bekannt waren.
Welche Katakomben sich auf der Appia Antica befinden, beschreiben wir weiter unten.

Die Via Appia Antica im Mittelalter

Im 11. Jhd. wurden einigen antike Monumente auf der Appia Antica, wie auch im Zentrum Roms, in Festungsanlagen umgebaut. Von grossem Interesse ist heute noch die Burganlage der Caetani, die um das Mausoleum der Cecilia Metella gebaut wurde (vor diesem Bauwerk entstand das Portrait Goethes von Tischbein- heute im Städelschen Museum in Frankfurt).
Zu dieser Festungsanlage gehörte auch die im romanisch-gotischen Stil errichtete Kirche San Nicola, von der heute nur noch die Außenmauer erhalten ist.

Die Festungsanlage Caetani und das Mausoleum kann man besichtigen. Der Eintritt kostet 5 €, 2 € (18-25 Jahren); Kinder unter 18 Jahren frei. In der Appia Card (10€) enthalten

 

Wieviele Katakomben gibt es auf der Appia Antica ?

 

Auf der Via Appia Antica kann man drei Katakomben besichtigen. Hier ein Überblick:

 

Catacombe di San Callisto

es handelt sich hierbei zusammen mit der Domitilla Katakombe um das grösste unteriridische Grabareal auf der Appia Antica. Auf fünf Ebenen und ca. 20km befinden sich hier rund 370.000 Gräber. Unter diesen erregt vor allem die Grabnische der Heiligen Cäcilia grosses Interesse.
Diese Katakomben sind sehr gut orgnanisiert, aber sie sind auch diejenigen, die am meisten besucht werden. In regelmässigen Abständen finden hier Führungen in verschiedenen Sprachen statt, d.h. Sie warten zwischen 10-30 Minuten bis zum Beginn einer deutschsprachigen Führung.

Öffnungzeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag- Sonntag 9-12 Uhr und 14-17 Uhr.
Mittwochs geschlossen
Im Januar und Februar , Ostern und Weihnachten sind die Katakomben teilweise geschlossen.

Eintrittspreis: 8 Euro, 5 Euro (7-16 Jahre, Stundenten), freier Entritt Kinder bis 6 Jahre, Besucher mit Behindertenausweis.

 

Catacombe San Sebastiano

Erste Gräber von Christen wurden bereits im 1. Jhd. n.Chr in der Erde eingebaut. Den Namen erhielt sie erst nach dem Tod des Heiligen Sebastian, der hier nach seinem Martyrium im Jahr 288 bestattet wurde. 317 ließ Kaiser Konstantin oberhalb der Katakombe die Basilica San Sebastiano fuori le Mura errichten.
Wie bei der Callixtus Katakombe finden auch hier regelmässig Führungen in deutscher Sprache statt. Bei einer Gruppe ab 6 Personen sollte man aber besser eine Reservierung per mail schicken (mit Tag, Anzahl der Personen und gewünschte Sprache)

Öffnungzeiten: Montag – Samstag 10.00-16.30 Uhr
Sonntags geschlossen
Im Dezember geschlossen.

Eintrittspreis: 8 Euro, 5 Euro (7-16 Jahre, Stundenten), freier Entritt Kinder bis 6 Jahre, Besucher mit Behindertenausweis.

 

Catacombe Domitilla

Der Name der Katakombe geht auf Flavia Domitilla aus dem Geschlecht der Flavier zurück, die hier noch vor ihrem Übertritt zum christlichen Glauben Heiden begraben liess. Sie starb als Märtyrerin Ende des 1. Jhd. n. Chr. Ende des 2. Jhd. wurde aus der Grabstätte eine christliche Katakombe. Um 390 errichtete Papst Siricius über der Katakombe die Basilica Santi Nereo e Achilleo.

Öffnungzeiten: Mittwoch – Montag, 9-12 Uhr, 14-17 Uhr
Dienstags geschlossen

Eintrittspreis: 8 Euro, 5 Euro: 6-15 Jahre, freier Entritt Kinder bis 5 Jahre

 

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es noch auf der Appia Antica?

Palast des Kaisers Maxentius und das Grab des Romulus
Kirche Quo Vadis
Mausoleo delle Fosse Adreatine
Palazzo dei Quintilli
Park der Aquädukte

Weitere Links zur Mappe und zu den Sehenswürdigkeiten auf Englisch und Italienisch

Kann man auf der Via Appia mit dem Auto fahren?

Nein. Nur Anlieger dürfen einen Teil der Straße befahren

 

Kann man auf der Appia Antica mit dem Fahrrad fahren?

Man sollte ein guter Radfahrer sein und das Abenteuer lieben, denn es ist nicht ganz ohne mit dem Fahhrad auf den grossen Schlaglöchern zu fahren. Natürlich kann man auch seitlich der antiken Straße sein Glück versuchen, aber einen richtigen Radweg gibt es nicht.
Fahrradverleih gibt es direkt vor Ort.

Alternative: geführte Ebike Tour in deutscher Sprache vom Kolosseum zur Appia. Hier zur Anfrage

Wie kann ich die Appia Antica erreichen?

Sie können die Via Appia Antica bequem mit dem öffentlichen Bus erreichen. Hier gibt es 2 Möglichkeiten:

Bus 218 von der Piazza San Giovanni (siehe weitere Haltestellen)
Bis 118 von den Caracallathermen (siehe weitere Haltestellen)

 

 Wie läuft eine private Führung ab? 

Sie können Ihren privaten Guide entweder direkt auf der Appia treffen (Treffpunkt wird dann ausgemacht) oder Sie fahren mit ihm und einem privaten Fahrservice auf die Appia.
Es gibt dabei 2 Varianten:

  • Villa dei Quintilli- Park der Aquädukte- kurzer Halt auf der Via Appia Antica (Maxentiuspalast). Hier ist ein Auto nötig.
  • Kirche San Sebastiano mit Katakomben (Gruppenführung), Maxentiuspalast und Grab des Romulus, Grabmal Cecilia Metella und Caetanifestung, Caracallathermen von Aussen

Die Führungen dauern ca. 3 Stunden. Preis ab 210 Euro + Eintritte + Privatchauffeur (ab 100 Euro).

 

 

 

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