Versteckte Schmuckkirchen

Unser Rundgang beginnt auf dem Forum Boarium, dem antiken Viehmarkt, der aufgrund seiner zentralen Lage – er befand sich zwischen dem Forum Romanum und dem Hafen- für die Römer einen wichtigen Handelspunkt bildete. Wie auch auf dem Forum Romanum wurden hier mit Beginn des Mittelalters, nachdem das Christentum in Rom Öffentlichkeitsrecht erlangt hatte, heidnische Bauten in Kirchen umstrukturiert. Eines der auffälligsten Beispiele liefert die Kirche S. Nicola in Carcere, die, wie man heute noch sehr gut erkennen kann, auf dem Gebiet drei antiker Tempel errichtet wurde. Nur wenige Schritte weiter befindet sich die Kirche S. Maria in Cosmedin, deren Name sich von dem griechischen Wort kosmidion ableitet und sich damit auf die Schönheit der Innendekoration bezieht, die sich noch heute, trotz der vielen Restaurierungen, in ihrer Schlichtheit zeigt. Weitaus bekannter als die Kirche selbst, ist der in ihrer Vorhalle sich befindende Mund der Wahrheit („Bocca della verità), der wohl mit zu den beliebtesten Fotoobjekten in Rom gehört. Die im 7. Jahrhundert errichtete Kirche S. Giorgio in Velabro ist nach dem Sumpfgebiet benannt, wo der Legende nach die Zwillinge Romulus und Remus von der Wölfin aufgefunden wurden. 1993 wurden Teile der Kirche bei einem schweren Attentat zerstört, aber die sorgfältigen Restaurierungsarbeiten haben den Zugang glücklicherweise wieder möglich gemacht. Die letzten Kirchen führen uns alle auf den ruhigen Aventin mit seiner reichen Vegetation. Unser Interesse soll hier in erster Linie den noch ausgezeichnet erhaltenen Schnitzarbeiten auf der Kirchentür von S. Sabina aus dem 5. Jahrhundert sowie den heute nur wenig bekannten unterirdischen Räumen von S. Prisca gelten. Zum Abschluss zeigen wir Ihnen den wohl individuellsten Ausblick auf den Petersdom!

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